Gegenwart/Literatur
Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses

DFG-Graduiertenkolleg 2291 Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses

Das Bonner Graduiertenkolleg Gegenwart/Literatur erforscht und analysiert seit 2017 die konstitutiven Dimensionen des Konzepts ‚Gegenwartsliteratur‘ einzeln und in ihren wechselseitigen Interdependenzen. Statt die Begriffe ‚Gegenwart‘ und ‚Gegenwartsliteratur‘ vorauszusetzen, wird nach den Prämissen ihrer Hervorbringung gefragt. Am Kolleg werden in drei Kohorten jeweils 12 bis 18 Doktorand*innen  sowie über ein*e Postdoktorand*in je Förderphase ausgebildet. Darüber hinaus sind zahlreiche Wissenschaftler*innen aus vielen verschiedenen Disziplinen eng in das Forschungs- und Studienprogramm eingebunden.


Kommende Veranstaltungen
Vortrag: Das Glück braucht Verbündete’. Beziehungs- und Sexualratgeber in der DDR-Sachbuchliteratur
Hauptgebäude, HS IX
15:15 - 16:00
Seit den späten 1950er Jahren wird in der DDR eine Vielzahl von Sexual- und Beziehungsratgebern publiziert. In das kulturelle Gedächtnis eingegangen ist ...
Vortrag und Diskussion mit Hans Ulrich Gumbrecht (geschlossene Veranstaltung)
Genscherallee 3, Raum ...
16:00 - 18:00
Mit Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford). Die Veranstaltung ist ausschließlich für Mitglieder des Graduiertenkollegs geöffnet.
Vortrag: The Powers of the False: Envisioning the Past, Reclaiming the Future
TBA
18:15 - 19:45
Mit Doro Wiese (Nijmegen). Eine Veranstaltung des DFG-Graduiertenkollegs 2291 Gegenwart / Literatur.
Lesung und Gespräch: Jennifer Makumbi über ihren Roman "Die erste Frau"
Saal im Haus der ...
19:30 - 21:00
Eine Veranstaltung des DFG Graduiertenkolleg 2291 Gegenwart/Literatur in Kooperation mit dem Literaturhaus Bonn.
Aktuelles aus dem Graduiertenkolleg
CfP Tagung: Gattung und Gegenwart (15.01.2023)

Tagung des DFG-Graduiertenkollegs 2291 „Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses“ der Philosophischen Fakultät an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (22.-24.06.2023)

Organisator*innen: Vanessa Briese, Philip Iser, Judith Niehaus, Marvin Reimann und Sascha Rothbart

Frist zur Einreichung von Beitragsvorschlägen: 15.01.2023


Forschungsfragen

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Gegenwartsliteratur hat Konjunktur. Die Frage, was Gegenwartsliteratur sei, wird jedoch primär als Frage nach den Grenzen einer Epoche verstanden. Die Analyse des Gegenstands ‚Gegenwartsliteratur‘ in seiner Historizität und seinen praktischen Voraussetzungen steht hingegen aus. Das Graduiertenkolleg zielt daher auf die Erforschung der konstitutiven Dimensionen des Konzepts ‚Gegenwartsliteratur‘ und analysiert diese vergleichend. Statt die Begriffe ‚Gegenwart‘ und ‚Gegenwartsliteratur‘ vorauszusetzen, soll nach den Prämissen ihrer Hervorbringung gefragt werden. Das historische Konzept ‚Gegenwart‘ ist ebenso in seiner Kontingenz zu begreifen wie die diskursive und praktische Erzeugung der Beziehung zwischen ‚Literatur‘ und ‚Gegenwart‘. Das Kolleg erarbeitet eine Geschichte der Aktualisierung, Transformation und Legitimation der Engführung von ‚Gegenwart’ und ‚Literatur’ und trägt so zur Grundlegung einer historisch und theoretisch reflektierten Gegenwartsliteraturforschung bei.

/1 Was ist Gegenwart?

Oder: Begriff, Problem und Geschichte der Gegenwart

Es muss untersucht werden, wie Konzepte der Gegenwart entstehen bzw. in welchen Formen sie diskursiv reflexiv werden und wie dies mit Zeitkonzepten sowie mit sozialen und medialen Voraussetzungen zusammenhängt.

/2 Was ist Gegenwartsliteratur?

Oder: Das Problem der (literarischen) Gegenwartsreferenz und die Vergegenwärtigung von ‚Gegenwart‘

Hier gilt es, die historische Semantik des Begriffs ‚Gegenwartsliteratur’ in kulturell vergleichender Perspektive zu analysieren und zu fragen, wie literarische Texte auf ‚Gegenwarten’ referieren können.

/3 Was ist Gegenwartsliteraturforschung?

Oder: Wissenschaftsgeschichte der ‚Gegenwartsliteratur'

Hier soll wissenschafts- und institutionshistorisch sowie praxeologisch nach den Konjunkturen von Gegenwartsliteraturforschung gefragt werden.


/4 Wie wird Gegenwartsliteratur gemacht?

Oder: Praxeologische Perspektiven auf ‚Gegenwart‘ und ‚Gegenwartsliteratur‘

Es ist praxeologisch zu erforschen, wie Gegenwartsliteratur in ihren Institutionen kooperativ generiert und prozessiert wird. Immer sind dabei jene Topoi, Metaphern und Figuren sowie die Regularien, Praktiken und Operationen zu analysieren, die ‚Gegenwartsliteratur’ und den jeweiligen gegenwartsliterarischen Diskurs konstituieren.


Qualifizierungsprogramm

Das Qualifizierungs- und Betreuungsprogramm bindet Promovend*innen und Postdoktorand*innen systematisch in einschlägige literatur- und kulturwissenschaftliche Diskussionen ein, fördert ihre Forschung in einem anspruchsvollen Forschungsumfeld und legt zugleich einen Schwerpunkt auf praxeologisch reflektierte Kontakte zur sowie Kooperationen mit der Berufspraxis in all jenen Feldern, in denen ‚Gegenwart‘ und ‚Gegenwartsliteratur’ produziert werden, um Berufsqualifizierung und -entscheidung der Promovend*innen zu verbessern.

Stock Photo Qualifizierungskonzept
© Kelly Sikkema

Kontakt

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Marlen Arnolds

Koordinatorin

+49 228/ 73-3823

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Prof. Dr. Johannes Lehmann

Sprecher

+49 228/ 73-7321

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Prof. Dr. Kerstin Stüssel

Stellvertretende Sprecherin

+49 228/ 73-7563

Doktorand*innen

Beteiligte Hochschullehrer*innen

Assoziierte Wissenschaftler*innen

Koordination & Hilfskräfte

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