12. Mai 2026

Die Dissertation "Die Gegenwarten der Erzählung. Grundzüge einer Theorie narrativer Mehrsträngigkeit" unseres ehemaligen Doktoranden Philip Iser ist erschienen. Die Dissertation "Die Gegenwarten der Erzählung." ist erschienen.

Dissertation "Die Gegenwarten der Erzählung"
Dissertation "Die Gegenwarten der Erzählung" © Frauke Schneider
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Was ist narrative Mehrsträngigkeit? Das Erzählen in mehreren Handlungssträngen, die miteinander alternieren, sich gegenseitig beeinflussen, zeitweise verschmelzen und wieder auseinandergehen, gehört zu den grundlegenden Möglichkeiten der narrativen Darstellung. Was genau ein Handlungsstrang ist und wie narrative Mehrsträngigkeit von benachbarten Kategorien wie Polyphonie oder Multiperspektivität unterschieden werden kann, bleibt in der literaturwissenschaftlichen Forschung bisher jedoch oft unklar.

Der vorliegende Band entwirft am Beispiel deutschsprachiger Romane seit dem 19. Jahrhundert eine neue Theorie des mehrsträngigen Erzählens, deren Kern die Vorstellung einer narrativen Gegenwartsstruktur bildet. Ausgehend von dieser Differenzierung widmet er sich den Formen und Möglichkeiten narrativer Mehrsträngigkeit anhand der drei Skalen ›stark und schwach markierte Strangwechsel‹, ›Fragmentierung und Konzentrierung‹ sowie ›Nebeneinander und Vernetzung‹. Auf diese Weise wird nicht nur ein Beitrag zur Narratologie geleistet, sondern ein regelrechter Werkzeugkasten für weitere Analysen entwickelt.

Auf der Verlagsseite.

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